In allen Bundesländern kann man inzwischen auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung zum Studium zugelassen werden. Der entscheidende Begriff in diesem Zusammenhang lautet: Berufliche Qualifikation. Doch auch wenn dieser besondere Weg in Studium bundesweit möglich ist, so muss man doch festhalten, dass sich die Regelungen über den Hochschulzugang anhand der beruflichen Vorbildung von Bundesland zu Bundesland mitunter erheblich voneinander unterscheiden.

Weit verbreitet ist beispielsweise die Möglichkeit, als Handwerksmeister oder Inhaber einer „der Meisterprüfung  gleichgestellten beruflichen Fortbildungsprüfung“ den allgemeinen Hochschulzugang zu erhalten. Hier dienen der Meisterbrief bzw. Urkunden/Zeugnisse über Ihre berufliche Weiter-/Fortbildung als notwendiger Nachweis für die entsprechende Qualifikation. Darüber hinaus können die Bundesländer weitere Zugangsvoraussetzungen festlegen – etwa die Teilnahme an einem Beratungsgespräch.

Etwas anders sieht es bei einer fachgebundenen Hochschulreife aus: Diese kann zum Beispiel vorliegen, wenn Sie eine mindestens zweijährige Berufsausbildung in einem dem angestrebten Studiengang verwandten Ausbildungsberuf mit anschließender mehrjähriger Berufspraxis vorweisen können.

Außerdem müssen Sie je nach Bundesland oder Studienwunsch eventuell noch weitere Zugangsvoraussetzungen erfüllen. Deshalb sollten Sie sich als beruflich Qualifizierte*r vor einer Studienplatzbewerbung ausführlich informieren: Detaillierte Hinweise zu den Regelungen bezüglich des Hochschulzugangs durch berufliche Qualifikation finden Sie unter anderem auf den Internetseiten der für das Hochschulwesen zuständigen Landesministerien und natürlich auch auf den Internetseiten der Hochschule.